Region: alle Gebiete Kirgisistans
Tourtyp: Kombitour (mit dem Auto, auf dem Pferd und zu Fuß)
Tourdauer: 15 Tage
Gruppengröße: 2-10
Schwierigkeitsgrad: mittel
Saison: Juni - September
1. Tag: Ankunft in Bischkek
Zu Beginn erfolgt die Abholung am Flughafen Manas, der Transfer nach Bischkek und die Unterbringung in einem Hotel. Anschließend gibt es eine Ruhepause und nach dem Frühstück eine Exkursion in die Stadt mit Besuch:
- des Nationalmuseums
- einiger Denkmäler
- einer Moschee
- einer russisch-orthodoxen Kirche
- des Osch-Basars.
Das Mittagessen wird in einem traditionell kirgisischen Restaurant und das Abendessen entweder in einem uigurischen oder usbekischen Restaurant (Kostenpunkt ca. 5-7 EUR) serviert. Nach dem Abendessen haben Sie Freizeit.
2. Tag: Ausflug in die Schlucht Ala-Artscha
Nach dem Frühstück (spätestens jedoch um 10 Uhr) werden Sie in ca. 45 km von der Stadt Bischkek entferntes Naturschutzgebiet Ala-Artscha gefahren. Dort machen Sie zuerst einen Spaziergang entlang einer malerischen Schlucht, danach wird für Sie ein Picknick im Freien organisiert und zum Schluss besichtigen Sie ein Naturmuseum. Am Abend kehren Sie in Ihr Hotel in Bischkek zurück.
3. Tag: Bischkek - Tasch-Kömur
Nach dem Frühstuck geht es zunächst mit dem Auto auf die atemberaubende Reise über die Hochgebirgsschnellstrasse durch einige Gebirgspässe in den Süden des Landes. Ihr Ziel ist die Zechenstadt (Bergbau) Tasch-Kömur. Der Weg führt durch wunderschöne Orte Kirgisiens bis am Nachmittag schließlich das Ziel Tasch-Kömur erreicht ist, wo Sie Ihre Freizeit zur Erholung bzw. zum Spaziergang nutzen können. Unterbringung erfolgt in einem Gasthaus.
4. Tag: Tasch-Kömur - Sari-Tschelek
Nach dem Frühstück geht es zum 3.016 m über dem Meeresspiegel gelegenen Son-Kul See, wo gegen Mittag der Besuch des Naturreservates Sari-Tschelek ansteht. Hier befindet sich auch der gleichnamige Sari-Tschelek See. Nach der Unterbringung im Gasthaus steht Ihnen Zeit zur freien Gestaltung zur Verfügung.
5. Tag: See Sary-Tschelek
Am Fuß der Tschatkal Berge im Zentrum des nationalen Naturschutzgebietes befindet sich einer der schönsten Seen Kirgisiens: der See Sary-Tschelek (1.873m NN). Übersetzt aus dem Kirgisischen bedeutet Sary-Tschelek „gelbe Schale“. Das Wasser des infolge eines starken Erdbebens entstandenen Sees ist wie für Bergseen üblich so klar, dass man bis auf den Grund sehen und dort die kleinen Kiessteine sowie die umher schwimmenden Fische beobachten kann. Der See erstreckt sich bis auf 2,3 km in die Breite und 75km in die Länge seine tiefste Stelle reicht bis ca. 230m hinab. Das 1959 gegründete Naturschutzgebiet Sary-Tschelek selbst erstreckt sich über eine Fläche von 23.900 Hektar, auf der man eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt beobachten kann. Den großen Teil des Gebietes nehmen die majestätischen Berge ein, deren verschneite Gipfel hoch hinauf zum Himmel ragen. Oft werden Sie vom Klang der Quellen erfüllt, die unzählige kleine Bäche auf ihrem Weg hinab in die Täler speisen. Der einzigartige Bergkorridor der dortigen Schlucht streckt sich von Südosten nach Nordwesten bis auf fast 7 km. Dutzende der klaren Bäche, die ihren Anfang in den hoch liegenden Quellen nehmen, fließen aus fast jeder kleinen Schlucht hinab in den Sary-Tschelek See, dessen Nord- und Südküsten sich stark voneinander unterscheiden. Während sich im Norden von ausgedehnten Wäldern aus schlanken Fichten und Weißtannen bedeckte Berghänge an das Ufer anschließen, ist das Südufer größtenteils von dichten Büschen bedeckt. Außer dem See Sary-Tschelek gibt es in dem Naturschutzgebiet weitere sechs kleine Seen, die im zentralen Teil des Naturschutzgebietes auf einer Hochebene liegen.
Hier haben Sie den ganzen Tag zur Ihrer Verfügung, um die Schönheit des Bergsees auf eigene Faust zu erkunden. Mahlzeiten und Unterbringung finden im selben Gasthaus wie am Tag zuvor.
6. Tag: Sari-Tschelek - Arslanbob
Nach dem Frühstück geht es in das ca. 120 km entfernte Dorf Arslanbob. Dort befinden sich riesige Nussbaumwälder, welche sich über die Südhänge der Bergrücken Fergana und Tschatkal auf Höhen zwischen 1.000 und 2.300 Metern strecken. Die Wälder aus hauptsächlich Wallnuss-, Apfel, Pflaumen- und Ahornbäumen werden als „königliche Wälder“ bezeichnet. An den unteren Hängen wachsen auch an das trockenere Klima angepasste Baumarten wie Pistazie und Mandel. Diese außergewöhnlichen Wälder im Jalal-Abad Gebiet bedecken insgesamt eine Fläche von ca. 60.000 Hektar. Erst auf einer Höhe von 2.000 bis 3.000 m weichen die empfindlichen Baumbestände subalpinen Wiesen und Wälder, bestehend aus Fichte, Weißtanne, Ahorn und Birke. In den felsigen Schluchten dieser Höhen rauschen schaumende Bergflüsse hinab in die Tiefen der Täler, wobei sie märchenhafte Wasserfälle schaffen.
Von hier gelangte eventuell der Wallnussbaum ins weit entfernte Griechenland und somit nach Europa, als Alexander der Große im 4. Jh. v.Chr. mit seinen Truppen in dieses Land vorstieß.
Hier erwarten Sie eine Wanderung durch die fantastischen Haine der Obst- und Nussbaumwälder, vorbei an reißenden Bergflüssen und deren Wasserfällen und falls gewünscht ein Ritt auf Eseln durch das Dorf Arslanbob. Die Unterbringung findet in einem Gasthaus statt.
7. Tag: Arslanbob - Osch
Nach dem Frühstück erfolgt der Transfer ins ca. 90 km entfernte Osch, eine der ältesten Städte Zentralasiens. Man glaubt, dass in der Stadt Osch auf dem Suleiman Berg der Prophet Suleiman seine Gebete an Gott hielt, noch immer sollen die Abdrücke seiner Stirn und seiner Knie dort zu finden sein. Der große Teil des Berges bildet jetzt das nationale Naturschutzgebiet „Große Seidenstrasse“. Dort befinden sich unter andern die historischen bzw. archäologischen Komplexe des Mausoleums Assaf ibn Burchija, Ruinen der Bäder aus dem 11. bis 12. Jahrhundert. (jetzt ein Freilichtmuseum), der Moschee Tachti Suleiman und der Moschee Dschami Rawat Abdullachan (beide 10. bis 11. Jahrhundert). Die einzigartigen Exponate des Museums erzählen über die Meilensteine in der Entwicklung der Völker der Region, von der Steinzeit bis zur Gegenwart.
Die Besichtigung Oschs, das aufgrund seiner großen wirtschaftlichen und historischen Bedeutung auch die südliche Hauptstadt Kirgisiens genannt wird, wird Sie zu den unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten führen, wie
- dem Suleimanberg
- verschiedener Moscheen
- dem ethnographischen und dem historischen Museen
- verschiedener Denkmäler
- und Basare
Die Unterbringung erfolgt in einem Hotel oder Gasthaus.
8. Tag: Osch - Kasarman
Wie gewohnt nach dem Frühstück erfolgt der Transfer über den Pass Kogart zu dem nächsten Ziel - dem Ort Kasarman. Auf dem Weg wird in der Stadt Usgen ein Stopp eingelegt, bei dem die Besichtigung des historischen Komplexes Schach-Fasil aus dem 10. bis 11. Jahrhundert und sowie eines Minarettes anstehen. Nachmittags werden Sie das Dorf Kasarman erreichen, wo sie in einem Gasthaus untergebracht werden.
9. Tag: Kasarman - Son-Kul See
Nach dem Frühstuck geht die Fahrt zum zweitgrößten See des Landes, dem Son-Kul See, vorbei an der fesselnden Natur des Narin, des größten Flusses Kirgisiens. Nachmittags an dem See angekommen, können Sie Ihre Freizeit für eine erste Erkundungstour bzw. Ruhepause nutzen. Die Übernachtung findet in einem Jurtenlager am südwestlichen Seeufer statt.
10. Tag: Son-Kul-See
Son-Kul ist der zweitgrößte See in Kirgisien und besitzt eine Gesamtfläche von 275 km², sowie eine Tiefe von 15 m. 18 Bäche münden in das Gewässer, von denen lediglich vier ihren Weg anschließend fortsetzen. Eine große Rolle für den Erhalt der Wassermenge im See spielt das Grundwasser, das in Form von Quellen an die Oberfläche gelangt. Son-Kul ist ein Süßwassersee mit reichem Bestand an Fisch und im Sommer nisten dort verschiedene Entenarten und andere Wasservögel. Im Winter ist Son-Kul See mit einer bis zu 1,5m dicken Eisschicht bedeckt. Das Seeufer zeigt sich in mannigfaltiger Gestalt: während der nordwestliche Teil von felsigen Buchten zerschnitten ist, hat der Südostteil des Sees ein sumpfiges Ufer, welches zahlreichen Arten von Wildgänsen und Enten ideale Nistmöglichkeiten bietet.
Eine kirgisische Legende über die Entstehung des Gewässers besagt, dass das Gebiet des heutigen Sees einst zum Besitz eines brutalen Khans gehörte. Der grausame Machthaber hatte dort einen Palast bauen lassen, in dem er die schönsten Frauen des Landes gefangen hielt. Um den Harem zu ergänzen, entsandte der Khan ständig seine Kämpfer, die die Schönheiten aus dem ganzen Tjan-Schan Gebiet entführten und zu ihm brachten. Die Frauen flüchteten, ihre Augen voll Tränen, in die höchsten Schluchten von Tjan-Schan, um so der grausamen Gefangenschaft zu entgehen. Schließlich rührte ihr Leid die Berge selbst und von den Abhängen floss das Wasser in so gewaltigen Fluten, dass sie den Palast des bösen Khans unter sich begruben und an dessen Stelle der heutige Son-Kul See entstand.
Am See erwarten Sie ein Spaziergang (ebenfalls möglich als Ausflug zu Pferd) zu uralten Felszeichnungen und eine Reise rund um den See, bei welcher Sie die Vielfalt der Vogelarten beobachten können. Die Übernachtung im Jurtenlager wird entweder an dem nordöstlichen oder an dem südwestlichen Ufer stattfinden.
11. Tag: Son-Kul - Jeti-Ogus (Sieben Stiere)
Nach dem Frühstück geht es entlang des Südufers von Issik-Kul See zur Schlucht Jeti-Ogus (Fahrtstrecke ca. 300 km)
Auf dem Weg dorthin wir es zwei Zwischenstopps geben: den ersten im Dorf Kotschkorka, dem Zentrum des kirgisischen Handwerkes. Dort haben Sie die Gelegenheit eine Manufaktur für die Herstellung der traditionellen Filzprodukte zu besichtigen und diese, falls Interesse besteht, dort auch direkt zu erwerben. Der zweite Zwischenhalt führt zum Schor-Kul, auch „Toter See“ genannt. Seine hohe Salzkonzentration ist ähnlich wie im Toten Meer derart hoch, dass ein Mensch an der Wasseroberfläche getragen wird.
Bei der anschließenden Anfahrt zur Schlucht Jeti-Ogus fällen die roten Bergformationen ins Auge, in deren Gestalt das „Gebrochene Herz“ und die „Sieben Stiere“ zu erkennen sind, über die viele kirgisische Legenden existieren. Am Fuße der Berge befindet sich ein Kurort mit heißen Quellen, in denen ein erholsames Bad für Sie geplant ist. Untergebracht werden Sie in einem Jurtenlager auf dem Pass „Kök-Zhayik“ (2.500m NN). Eine kleine Tour (auch als Pferdetour möglich) über die malerische Gegend inklusive Besuch eines Bergwasserfalls bildet den Abschluss des Tages.
12. Tag: Jeti-Ogus - Karakol
Nach dem Frühstück erfolgt der Transfer in die Hauptstadt des Issik-Kul Gebiets, Karakol. In der Stadt besichtigen Sie eine im chinesischen Stil und ohne Nägel erbaute dunganische Moschee, eine russisch-orthodoxe Kirche, das historische Museum sowie das Museum und Grab des berühmten russischen Geografen Nikolai Prjewalski (Prjewalski-Pferd). Die Unterbringung erfolgt in einem Gasthaus.
13. Tag: Karakol - Altyn-Araschan - Kerege-Tasch
Nach dem Frühstück geht die Reise in die Schlucht Altyn-Araschan. Dort können sie bei einem Spaziergang am Fuß und auf den grünen Abhängen majestätischer Berge wie dem Gipfel Palatka die von Fichtenduft erfüllte Luft genießen und ein entspannendes Bad den heißen Mineralquellen des Kurortes Altyn-Araschan nehmen. Am Abend findet die Unterbringung bei einer kirgisischen Familie im Dorf Kerege-Tasch statt, wo sie nach dem Abendessen einer traditionellen Folkloreshow beiwohnen können.
14 Tag: Kerege-Tasch - Tscholpon-Ata
Morgens erfolgt der Transfer (ca. 150-160km) entlang des Nordufers des Issik-Kul Sees in den wichtigsten Kurort des Issik-Kul Gebiets: Tscholpon-Ata. Unterwegs gibt es eine Pause in der von Touristen beliebten Schlucht Grigorjew. In Tscholpon-Ata erwartet Sie eine Exkursion mit dem Besuch von:
- dem historischen Museum
- einiger Denkmäler
- und der Petroglyphen (Erläuterung) von (Ort)
Der Tag wird mit einer Bootsfahrt auf dem Issik-Kul-See beschlossen, danach können Sie Ihre freie Zeit am Strand des schönsten und größten Sees des Landes genießen.
15. Tag: Tscholpon-Ata - Bischkek
Nach dem Frühstück erfolgt der Transfer nach Bischkek (250 km). Auf dem Weg dorthin besuchen Sie den historischen Komplex Buranaturm und ein altes Mausoleum. Zwölf Kilometer süd-westlich von der Stadt Tokmak befinden sich Turmüberreste einer alten Moschee (erbaut Ende 10. - Anfang 11 Jahrhundert n. Chr.). In der Architektur und Dekoration des Turmes kann man Elemente der vorislamischen Baukunst wiedererkennen. Ursprünglich betrug die Turmhöhe 45m, zerstört durch ein starkes Erdbeben sowie menschliches Zutun beträgt die aktuelle Höhe der Überreste 24,5m. In der Nähe des Turmes stehen alte Denkmäler in Form aus dem Stein gehauener Menschenfiguren, welche von Archäologen aus dem gesamten Tschui-Gebiet eingesammelt wurden. Unterwegs wird zum letzten Mal zusammen Mittag gegessen. Am Abend findet der Abschied statt, an dem es die Gelegenheit gibt, die gemachten Eindrücke auszutauschen und ein Feedback zu geben. Unterkunft finden Sie in einem Hotel.
16. Tag: Abflug vom Flughafen „Manas“
Transfer zum Flughafen und Check-In.